Nathan vom Krummholz
Kruemel@bertls-dackelseite.de

© adin 2006

 

Krümel tritt inne Kuhle

Ein Tag im Leben eines Pechvogels oder CAC-PdW*

Pech

Rucksack gepackt, Wecker gestellt, früh inne Falle. Dat Krümelken wusste, was kommt: Im Kreis laufen.

Also mitten in der Nacht macht der Wecker Randale, der Mensch steht auf, kommt irgendwann wieder und fragt, ob der Herr jetzt nicht auch aufstehen wolle. Also raus aus den Federn und ab in den Garten, pieseln. Bo ey, schon wieder dieses weiße kalte Zeugs.

Es kam wie das Krümelken befürchtet hatte, ab ins kalte Auto und los ging das. Erst einmal ziemlich langsam, wegen dem weißen Zeugs. 150 km durch die glatte Pampa schraddeln. Ging aber alles glatt. Raus aus dem Wagen, der jetzt schön warm war, rein in die Kälte: Pieseln und einen abseilen.

Dann ging es rein in die Europahalle von Castrop-Rauxel (das ist glaub ich der Kumpel von Wanne-Eickel, oder so). Als Dackel wurde man in einen Zwergstaat am Ende der Halle eingebürgert. Wir mussten da sogar noch einigen aus der Kamm- und Scherefraktion, die mit größerem Mobiliar anreisten, Asyl gewähren. Was willste machen, sind ja auch irgendwie Hunde.
Ich war der einzige Kurzhaarrüde, der gemeldet war; jedenfalls in Größe M, in XS und S gab es auch noch Jungs. Und natürlich Digger, aber der läuft ja noch bei den Teenies. Also beste Aussichten, abgesehen vom glatten Boden. Das hätte ich bestimmt auch noch hingekriegt.

Der Digger lief dann seine Runde, auch als Einzelkämpfer, und hat beide CaCse mitgenommen. Jetzt kam mein Auftritt. Ein paar Proberunden, dann auf den Tisch. Wieder alles in Ordnung, ein ganz feines Kerlchen der Krümel. Danach geht es ans Laufen.

Der Grabbelmann, mit dem ich mich auf dem Tisch gut verstanden habe, lief immer um uns herum, dann sprach er mit dem anderen groooßen Mann im Ring. Ich konnte das nicht verstehen, aber als ich meinen Menschen ankuckte, wußte ich, da ist was nicht in Ordnung.
Mein Mensch hat mir später erzählt, dass er immer wieder gehört hat “Der humpelt doch hinten links”. Und dann hat der groooße Mann das Krümelken kurz geführt und der Richter hat es meinem Menschen gezeigt: Dat Krümelken humpelte wirklich.
Der Richter meinte, das sich dat Krümelken irgendwie verletzt hat und hat gesagt, bewerten kann er ihn so nicht. Er bleibt ohne Bewertung und soll denn mal mit der Haxe zum Doc gehen.

Wie es der Zufall will, stand am Ring eine Tierdocfrau, die hat Krümels Haxen gleich mal abgetastet und gesagt, dass wahrscheinlich nichts Ernstes mit meinem Haxen sei. Aber mein Mensch hat sofort die AT geholt, damit wir schnell nach Hause kommen, falls Krümelken noch Aua kriegt.

Und wie das so ist, auf dem Weg zum Auto habe ich kaum noch in die Kuhle getreten. Wieder zu Hause habe ich meinen Menschen kurz Gassi geführt. Kaum noch was zu sehen.
Das hat meinen Menschen beruhigt, wahrscheinlich hatte ich an irgendeiner fiesen Stelle Streusalz, Asche oder son Kram zwischen den Zehen. Und zur falschen Zeit hat das an der falschen Stelle gezwickt, ich habe versucht, das loszuwerden, und bin natürlich inne Kuhle getreten, wenn jeder Schritt Aua macht.
Mein Mensch hat die Pfötchen schön gebadet, damit der Kneifi vielleicht weggespült wird. Fand ich nicht soooo prickelnd. Dann hat mein Mensch die Küche gewischt *grins*, und es ging auf Soffa. Und weil ich ja einen Menschen habe, der mehr Angst um seinen Teckel als Vaterlandsliebe hat, muss ich morgen zum Doc, dem eine vorlaufen und dann sehen wir weiter.

Meine Kumpels und Kumpelinen Digger, Jacky, Thea, Nico und alle anderen haben sich klasse geschlagen. Wenn das Pech des Tages beim Krümelken versammelt ist, dann muss es bei den anderen ja klappen, gelle?

Wie heißt es so schön am Schluss von “Vom Winde verweht” ?
                         Morgen ist auch noch ein Tag.

 

*Pechvogel der Woche

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Entwarnung, das Krümelken war beim Doc. Erst musste ich auf dem Hof ein paar Runden laufen. Nichts zu sehen hat der gesagt, ganz normal geteckelt der Dackel.

Danach hat er ihm beide Hammelbeine richtig langgezogen und dann wieder zusammengeschoben. Dat Krümelken hatte voll die Panik, dass der einen Knoten in seine Haxen machen will. Überall wurde rumgegrabbelt auch zwischen den Zehen. Echt ätzend!

War wohl wirklich nur ein Steinchen, Salzkrümel oder sonst irgendetwas, was zwischen den Zehen gepiekt hat. Oder das Krümelken hat sich bei seinen ersten Ringrunden den Haxen vertreten.
Egal, Hauptsache dem Haxen geht’s gut.

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Gut gelaufen

Zeit für’s Frühstück. Hallo? was ist mit mir? Viel hungriger kann ich nicht kucken!

Ein bisken musste man aufpassen, dass man die Schlaglöcher umfuhr, damit nicht wieder kleine Zwackeprömmel zwischen den Zehen stecken bleiben. Ich habe mir dann ganz doll Mühe gegeben. Ist das Beste: Nachgeben, dann ist man schneller von ab.
War ganz gut, ein CAC. Später ging es dann nochmal mit den anderen CACern in den Ring und nochmal CACt es für das Krümelken *ichglaubesjanich*

So, angekommen, irgendwie den Ring gefunden und dann erst einmal gemütlich einrichten.
In der linken Ecke: Digger und sein Zwergenkumpel Charly; in der rechten Ecke, Antje, Krümel, Mathilda, Haakon und noch viele andere.

Dann die große Frage: Wer läuft wann und wohin? Katalog wälzen, mit der Anzeigetafel vergleichen, nochmal versuchen, das System zu verstehen. Ahaaaaa! Der Katalog sortiert nach Größen. Ungewöhnlich. Aber intellektuelle Herausforderungen erhöhen die Aufmerksamkeit.
Jetzt ahnt jeder, wann wer wohin läuft.

Dann eben nicht, ich merk mir das.

Ring frei zur ersten Runde.Weil ich ja ein kleiner Rüderich bin, muss ich immer ziemlich früh in den Ring. Dieses Mal waren erst noch ein paar langhaarige Kumpels dran, aber dann ging das los.

Bei den Mädels musste dann Mathilda, auch ein Krummhölzken, ihre Runden drehen.

Sieht so’n bisken nach “Null Bock” aus, gelle? Täuscht aber, sie hat ganz toll ihre Runden gedreht und sich dann noch schick hingestellt, wie die Mädels das eben so machen...

... eben so heiteitei und pittpittpitt.
Und Zack, ein CAC.

So, das war’s.

 

Gehen wir jetzt, oder watt?!

Satz mit X. Antje muss noch ran. Rauf auf den Grabbeltisch, wiegen, Zähnchenkontrolle, Schwänzken kneten...

... und ab geht die Luzy!

Menno, da laufen schon wieder die Riesenfüße ins Bild. Ist eben so: Mal läuft der Teckel um den Richter rum und dann wieder umgekehrt.
Und hastenichgesehn, schon wieder ein CAC in der rechten Ecke.

Die Mädels sind dann auch noch für das zweite CAC gelaufen.
Beide gingen wieder in die rechte Ecke: Eins für Antje und Reserve für Mathilda.

Aber auch die Jungs in der linken Ecke gingen nicht leer aus:
Digger hat beide Reserve CACse/J abgesaugt, Haakon ein ResCAC und meine Verwandten Quizz und Quirin waren auch sehr erfolgreich.

Jetzt fahren wir aber?!
Menno, immer noch nicht.

Noch eine Runde ist angesagt: BoB
Und dat Antje macht’s! Also bleiben wir noch etwas.

Wie sich später (für den Laien eher zufällig) herausstellt, ist BoB identisch mit “Rheinlandsieger” und wenn man ganz dreist nachfragt, wofür die schicken Silberpötte auf dem Richtertisch eigentlich sind, kann man als Rheinlandsieger auch noch einen mitnehmen. Muss man eben nur selbst drauf kommen. Hätte ja auch Deko sein können.
Mag ja sein, dass den alten Hasen im Geschäft die Pötte egal sind, aber wir Junghasen freuen uns noch mächtig über

solche Erfolge, und tragen auch gerne mal ein Töpfchen heim. Muss ja keine Siegerehrung mit Flagge, Fanfare und Hymne sein, aber hat schon was, wenn die Zuschauer merken können, wie die Runde gelaufen ist und das nicht mühsam aus der Reihenfolge der Gratulationen ableiten müssen.

Warten auf den Ehrenring, das übliche Gedränge, aber wir haben noch ganz gute Plätze ergattert.

Dann endlich die Gruppe 4, Einmarsch der Gladiolen, äh Gladiatoren. Diesmal wird Antje nicht von großen Füßen verdeckt, sondern von einem Zwerg.

Alle schön inne Reihe aufstellen...

... und dann:
Licht aus! Womm!
Spot an! Womm!
(Disco oder watt?!)

Los, das Mäusken aufs Bild!

Antje kam leider nicht mehr unter die ersten drei, und weil das Wetter immer gruseliger wurde, sind wir dann auch abgedüst.
Wer BiS geworden ist, werden wir aber auch irgendwann erfahren.

So das war’s. Alles besser gelaufen als erwartet. Was will man mehr? Na gut: Spazierengehen. Jaa. Und Spielen. Auch. Den Wald unsicher machen. Ja. Ordentliches Schläfken auf Soffa. Gut, jetzt reichts. Man muss auch mal seinem Menschen einen Sonntag opfern.

Und anderen Teckeln geht’s ja genauso. Zum Beispiel meiner Schwester, die Nina, die war heute in Völklingen. Hat sich auch gelohnt: Anwartschaft VDH und DTK Res. Ein richtig guter Krummholz-Tag.

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