Nathan vom Krummholz
Kruemel@bertls-dackelseite.de

© adin 2006

Sie sind da!

Ihr könnt euch bestimmt noch erinnern: Im April haben Kathi und ich uns zu einem Welpen-Nähkurs getroffen.
Sie hat dann eine Riiiiesenplauze gekriegt.

Und dann hat sie am Sonntag, als ich wieder einmal ins Runde gelaufen bin, angefangen, ein Dackelnest zu bauen. Sie hat noch einmal ein bisken watt geschlummert und dann ruckzuck fünf kleine Teckel auf die große weite Welt gebracht.

Mein Mensch durfte heute mal unsere Babys besuchen. Aber Kathi war ganz schön grantig. Die hat voll einen auf Struppi gemacht, so doll hat sie die Haare aufgestellt. Ruckzuck sind die Griffel ab. Ihr Herrchen hat ihr dann die Lütten lieber mal ein paar Minütchen entführt, für zum Kucken.

Als Kathi dann ihre Babys zurück hatte, da hat sie sie aber erst einmal durchgezählt, ob auch wirklich keins fehlt. Danach wurden gründlich abgeschleckt, und dann wurde wieder gekuschelt.
Jetzt müssen die Kleinen ordentlich wachsen. Bei Gelegenheit schicke ich meinen Menschen wieder für zum Kucken hin. Ich darf ja nicht mit, Menno!

Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.

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Helmstedt und Mariental sind für das Krümelken in zwei Stunden gut zu erreichen. Es geht also fahrtechnisch recht entspannt zur Auswahlsuche des NTK.
Am Treffpunkt kommen auch alle gemeldeten Gespanne pünktlich an und es geht zügig in das Revier. Im Prinzip ist auch die Auswahlsuche eine SchwhK/40. Nach kurzer Einführung durch Prüfungsleiter und Richter geht es los.

Das erste Gespann fährt zur Suche, dat Krümelken muss als Nummer 2 schon mitkommen. Also den Waldweg auf und ab gehen. Als Hund kann man dabei gut rumschnüppern und Eindrücke sammeln. Als Mensch ... vergisset! Mein Mensch war sowatt von zappelig. Dann kam uns jemand entgegen und sagte: “Fertig machen.” Bo ey, da war doch noch gar nicht das Hörnchen zu hören! Krümel erfährt: Das Hörnchen bleibt stumm. Mensch atmet hörbar tief durch.

Aber dann geht es los: Anschuss untersuchen. Krümel kriegt die Schweißhalsung umgeschnallt. Er nimmt wie immer ein Häppchen Schnitthaar, saugt sich am Anschuss fest und wird dann auf die Suche geschickt (das Schnitthaar hängt noch aus den Kiemen). Die ersten 20-30m läßt sich das Krümelken gerne etwas anschieben, aber dann läuft es. Jedenfalls für das Krümelken. Mein Mensch sucht vergeblich nach Schweiß, ab und zu hat er Schweiß vermutet, aber ohne Abschmecken wird das nix *grins*.
Bis zum ersten Wundbett war es ein ewig langer Weg, aber irgendwann waren wir angekommen. Ab und zu musste dat Krümelken ermahnt werden, aber so isser eben, immer mal gerne ins Runde kucken, warum es so gut duftet. Alles lief ganz gut, bis mein Mensch meinte, er weiß besser als dat Krümelken, wo es langgeht. Aber nach einigem Hin und Her, gab mein Mensch nach.
Einmal noch brauchte ich etwas Anschub: Ein frischer Wechsel zu einer kleinen Suhle direkt neben der Fährte, da hat mein Mensch mich einfach unter den Arm geklemmt, und ich musste ein paar Meter weiter die Fährte wieder aufnehmen.

Ganz zum Schluss habe ich meinem Menschen noch einmal einen Streich gespielt. Ich habe die Nase einfach nicht mehr runtergenommen, sondern immer in den Wind gehalten. Mein Mensch dachte, jetzt ist es aus, dat Krümelken will nicht mehr. Reingelegt! Ich kriegte längst Wind vom Stück und brauchte keine Fährte mehr, die letztem 20 Meter habe ich mir mit hoher Nase gegönnt.
*Tröröööganzlaut* und dat Krümelken wurde wieder geknutscht, es gab Grünzeug, die Menschen nennen das einen Bruch. Ein Stücksken davon wurde mir wieder an den Hals geklöppelt.
Dann ging es zurück zur Hütte, die nächsten abholen.

Das dritte Gespann hatte wieder keine Musik bestellt, das vierte Gespann konnte von einem Rückruf berichten, das fünfte Gespann kam mit zwei Rückrufen zum Stück. Und dann kam das sechste Gespann ... na gut.
Jedenfalls hat dat Krümelken im 1. Preis mit 92 Punkte seine SchwhK/40 bestanden. Mit etwas Glück kann noch alles passieren, und sonst: Nächstes Jahr um 8.00Uhr.

Ganz wichtig:
Den Auslöser immer drücken, wenn keiner kuckt ;-)

Digitalis, ein wahrlich giftig Blümelein.

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