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Die Süße aus dem Norden
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Könnter euch erinnern, Dortmund, die Kleine Schwarze aus dem Norden?
Es fing tatsächlich im hohen Norden an. Lag es an der salzgeschwängerten Luft des Vorabends, lag es am Odeur der Dame oder war es einfach mal so Liebe auf den ersten Blick. Da saß sie, mal neben mal vor dem Krümelken. Und es gab für ihn nichts anderes mehr. Die ganze Halle stürzte auf diesen einen kleinen schwarzen Punkt zusammen. Der Magen krampfte und das Hirn folgte unauffällig. Dat Krümelken hörte
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Musik, nein, Sphärenklänge waren das. Blitzverliebt, voll total echt irgendwo. Schlimm nur, du kriegst als verliebtes Teckelchen nicht nur einen Korb von deiner Herzensdame. Nein, um die Seelenpein richtig brennen zu lassen, nimmt dir dein Mensch auch noch jede Hoffnung und Chance der Annäherung. So musst ich dich denn lassen, meine Schöne.
Aber wie hüpfte das kleine Teckelherzchen als es die Süße in Dortmund gleich zweimal traf. Wow. Zwei Tage des Dahinschmelzens, zweimal *hechellechzganzdoll*. Wieder versucht das Krümelken ganz nah an seine Traumfrau ran zu kommen, wieder wird er brutalst gehindert. Erschüttert zieht sich der kleine Teckel abermals zurück.
Hannover. Jajajaja da ist sie wieder. Voll brontal, die Teckeline. Dat Krümelken will zu ihr, will mit ihr flörten. Wieder bricht die Welt um ihn herum in sich zusammen, Wattebäuschchen wirbeln durchs Teckelhirn, wieder wird sein Flehen nicht erhört. Was kann ich noch tun, damit sie mich wenigsten einmal eines Blickes würdigt?
Tja ... Some hearts are diamonds, some hearts are stones.....
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Tja tja, meine kleine Süße aus dem Norden. Kann ich denn erst einmal knicken: Schautechnisch ist Ruhe angesagt bis zum nächsten Jahr. Aber mein Mensch beschäftigt mich wieder im Wald. Für den Teckel an sich auch ganz verführerisch. Frauen oder Fährte ... mal ehrlich, ist doch eigentlich eine ganz einfache Entscheidung. Also rein in den Wald. Naseneinsatz für Fortgeschrittene.
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Und wenn keine Arbeit angesagt ist, dann teckelt der Dackel auch gerne mal einfach so durch den theutschen Wald. Besonders in einem “goldenen November” mit Sonne und frühlingshaften Temperaturen.
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An einem späten Nachmittag führte ich meinen Menschen wieder einmal aus. Die Blätter hatte der Wind schon von den Bäumen gefegt, die letzten Sonnenstrahlen zeichneten Licht- und Schattenmuster auf den Boden. Es raschelte überall. Vom Wind? Konnte nicht sein. Es war windstill. Stehen bleiben, wo rascheln die Vögel im Laub? Als ich meinen Menschen ansehe - wie ein Teckel das so macht: Ey, was soll dat jetz?! - sagt der zu mir: Still! Da sind sie.
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Hä? Wie denn, wo denn, was denn?! Wer ist da? Ich starrte in die gleiche Richtung wie mein Mensch. Richtig, da bewegte sich ein kleines Tier.
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Aber so ein Tier hatte ich noch nie gesehen. Nix mit lange Ohren, Puschelschwänzken und Hoppelhaxen und so. Neenee, das war kein Hase. Auch keine Maus. Da lehnte sich ein kleines schnuggeliges Wesen mit Flügelchen an einen Baum und ließ sich von den letzten Sonnenstrahlen verwöhnen. Dann bemerkte es, dass es beobachtet wurde. Doch es floh nicht, es erhob sich ganz ruhig in die Luft, lächelte zu uns herüber und verschwand im Geäst der Bäume. Mein Mensch sagte mir dann, dass das eine Elfe gewesen sei. Man sieht sie ganz selten. Aber manchmal hat man das Glück.
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Wir gingen tiefer in den Wald. Hier gab es keine festgetretenen Wege mehr und auf dem Waldboden konnte man sogar die Teckelschritte hören. Mein Mensch sagte: Ganz leise, sie sind heute unterwegs, um die letzten Sonnenstrahlen zu nutzen. Vielleicht haben wir noch einmal das Glück, sie zu sehen. Jo, is so, die Elfe an sich macht sich gerne unsichtbar.
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Ganz leise gingen wir weiter in den Wald. Hier und da traf noch ein Strahl der tief stehenden Sonne den Waldboden und ließ die Farben aufleuchten.
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Und dann sahen wir tatsächlich die kleinen Waldgeister, wie sie sich in der Sonne tummelten. Fast durchsichtig, gerade noch zu erahnen, spielten sie zwischen den Bäumen.
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Und obwohl sie uns wahrnahmen, ließen sie sich nicht stören. Wir beobachteten sie noch ein Weilchen, überließen sie dann ihrem Spiel und gingen weiter.
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