Nathan vom Krummholz
Kruemel@bertls-dackelseite.de

© adin 2006

A Dream comes true:

Dat Krümelken ist ziemlich erstaunt - und freut sich auch - über die vielen Nachfragen, ob es ihm auch gut geht, man hört ja nix mehr...*zwinker*
Krümel geht es gut, und Krümel konzentriert sich auf ein Ziel.
Denn Krümel ist dabei. Dat Krümelken geht nach Chorin. Die letzte Übungsfährte ist gearbeitet. Er hat gezeigt: Er kann es wuppen. Aber ein bisken Suchenglück gehört auch immer dazu, und jeder Daumen ist willkommen ;-)

Es kann der Frömmste...

zurück

... nicht in Frieden suchen, wenn es dem Führer nicht gefällt.
Aber erste mal alles auf Anfang: Rekordverdächtig. Soooo lange musste dat Krümelken noch nie Auto fahren. Aber irgendwann war dann doch Schluss. Dann wurde Krümels Hausstand und noch ein paar andere Sachen - für den Menschen an sich - in ein wildfremdes Haus gebracht. Schnell alles abschnüffeln und festestellen: Nebenan wohnt eine süße Kleine, aber die ist sowas von heiß! Bo ey. Also immer schön ne Rille in den Teppich schnuppern, wenn man an der Tür vorbei geht? Satz mit X, mein Mensch hat mir den halben Spaß versaut, wirste einfach unter den Arm geklemmt und kannst anschließend nur noch von innen bisken wat Luft unter der Tür hersaugen.

Und denn biste plötzlich da: Kloster Chorin - oder was davon übrig ist.

Für fünfzehn Teckel aus ganz D hatte sich der Traum erfüllt, die meisten hatten sich auf einer Auswahlsuche ihrer Landesverbände für die Chorinsuche qualifiziert.

Alles halb so schlimm, schließlich sollte dat Krümelken nicht heiraten, sondern arbeiten. Also erst mal raus, Gegend ankucken; war ja auch ne Menge von da.

Mein Mensch hatte ja immer son Glitzern inne Augen, wenn er “Chorin” sagte. “Bundessiegersuche” hatter dafür auch gesagt. 

Abends hatten die Menschen dann noch einmal Ausgang. Wir Teckel haben schon mal etwas vorgeschlafen. Ich habe son bisken von meiner Nachbar-Teckeline geträumt, und nach der langen Fahrt richtig gut gepennt, man könnte fast sagen, es reichte für zwei.   

Am nächsten Morgen ging es früh los. Diesmal mit dem Auto zum Kloster. Da waren schon ne Menge Leute, die Fresschenstände aufbauten, natürlich wieder nur für die Menschen. Es hieß dann Ahnentafeln her und Reihenfolge auslosen.
Dat Krümelken war der zweite in seiner Richtergruppe, ja nee, das war ausnahmsweise eine Richterrinnengruppe, von der eine dann der Obmann war *grins*
                                          
(Hätte man nur noch durch “Obmännin” steigern können. Menno, wie wäret einfach mal mit "Obfrau"?!) )

Egal. Schweißriemen schnappen, einsteigen, und ab geht das zum Anschuss. Noch bisken watt warten, auf das Hörnchen. Und dann kommt das erste Gespann zurück.
Es wird ernst. Krümel legt sich ins Zeug, Nase runter und los geht es. Es dauert gar nicht lange, da nimmt der Widerstand am Riemenende deutlich zu. Geht das wieder los!? Wer hat denn hier die bessere Nase?
Aber auf die Richterinnen muss der Mensch ja hören: Zurück. Jetzt lass endlich den Teckel in Ruhe suchen. Aber nix. Es wurde nicht mehr besser; mein Mensch machte sich offensichtlich Gedanken über den möglichen Fährtenverlauf. Und das ist das Aus. Is so.
Alle waren sich einig: Am Teckel lag es nicht. Wenn man mich nur gelassen hätte.

Nicht bestanden. Von den fünfzehn Teckeln ist das außer mir noch drei anderen passiert. Also muss ich armes Teckelchen im nächsten Jahr noch einmal versuchen, meinen Mensch durch die Auswahlsuche zu kriegen.

Aber alles halb so schlimm:
- Ich war mit meinem Menschen da und
  durfte mein Glück versuchen.
- Wir haben nette Menschen getroffen.
- Die Klosterruine steht noch.

Und manchmal ist eine einzige SMS mehr wert als alle Bundessuchensieger-Titel dieser Welt.   

zurück

Rendsburg via Stöpseltown

Der Norden, unendliche Weiten. To boldly go where no man has gone before.
Das verhieß nichts Gutes: Da wurde wieder eine Menge Kram eingepackt. Alles sah verdächtig nach ichschlafheutenichtinmeinerheia aus. Wenn dein Mensch Hemd und Hose extra einpackt ... ist die Dackelruhe hin.

Und richtig, lästige Fahrgeräusche bedröhnten das Teckelohr eine lange Zeit. Dann hieß es aussteigen, Beinchen heben, Schlücksken trinken und wieder weiter fahren. Satz mit X ... nach ganz kurzer Zeit war weiter stehen angesagt. Mein Mensch murmelte irgendwas von verdammter Tunnel, muss der jetzt tapeziert werden?, wo hat der verdammte Bach denn seine Brücken? Die Trulla im Radio verbreitete dann endgültig Panik: 10km Stau und weil wir gaaanz hinten standen: mindestens 10km.

Also doch runter vonne Bahn, Brückchen suchen. Mal kurz rechts ran, wie mak woi dat nu? Irgendwie so dadurch und dann kurz vor dem Tunnel wieder rein ins Gewühl. Los ging das.
Irgendwo am Rande der Galaxis entlang, Romulanergebiet streifend, diverse Brücken überfahren habend, schien das Unternehmen insgesamt von Erfolg gekrönt zu sein. Aber dann kam von vorne ein deutlich hörbares Schlucken, dat Krümelken meint sowatt wie “kannichwahrsein” gehört zu haben. Was auch immer gesagt und gedacht wurde, der Teckel an sich konnte die Panik riechen. Ein Wahrzeichen von Hamburg kam unabwendbar auf meinen Menschen zu: Die Köhlbrandbrücke. Umdrehen? Unmöglich. Was macht ein Mensch, der schon als Fußgänger auf einer einfachen Autobahnbrücke mit den Zähnen knirscht? Augen zu und durch, als Fahrer? Geht nicht. Also Schutzschilde hoch und mit Warp 3 rein ins Wurmloch. Bo ey, wieder auf der A7 und im Tunnel angekommen roch das dann schon wieder etwas besser.

Und dann kam ...where no man has gone before... Menno, watt flach! Musste den ganzen Tag Angst haben, dass einer den Stöpsel zieht. Aber irgendwann kommt der Teckel an sich denn doch zum Ziel. Erst mal aus der Kiste raus und den Bach live bekucken. Jo, mit ner kleinen Brücke geht das wohl nicht, bisken breit, so insgesamt.
Zwischenstopp erreicht. Teckel pennt erstmal eine Nacht schön ab. Dann morgens gleich wieder auf die Zwölf: Nebel. Was ist schöner? Eine richtig hohe und lange Brücke oder zügig als Beifahrer in die Nebelwand? Hammerhart, es roch schon wieder. Aber dann ... le soleil, nochmal Glück gehabt.

Es kam wie es kommen musste, dat Krümelken hatte es geahnt. Jede Menge Teckel. Das deutet mal wieder auf schickimkreislaufen hin. Schnell noch den fragenden wassolldashiereigentlich-Blick dem Menschen entgegenschleudern und sich dann dem Schicksal fügen.
Alles wie gewohnt. Der Kurzhaar an sich hat es ja schnell hinter sich. Dann hat man noch genügend Zeit, bisken watt rum zu flirten. Krümels leichteste Übung: Einfach vor ne goile Schnegge hinsetzen und anstarren, so mit diesem typischen keinerliebtdichwiesoich Blick, den man dann unvermittelt in ein leicht rechtsäugig angezwinkertes “Hey Baby” übergehen lassen muss. Irgendwann knickt die dann schon ein.

Es wurde nochmal spannend, weil am Schluss der Landessieger ausgelaufen wurde. Irgendwie war wohl dänische Woche in Rendsburg. Macht ja nix. Also Landessieger raus, der nächste für die Reserve rein. Der Rüde an sich und besonders der Kurzhaarrüde ist in der Regel einfach als solcher indentifizierbar, dank des ihm eigenen Schniedelchens. Entweder war dem armen Kerl in den letzten Stunden Schlimmes widerfahren, oder es lief eine Hündin um das CAC Res. für die Jungs. Vielleicht war die kleine schwarze Dame ja auch eine Emanzenteckeline, die Rendsburg zur schniedelfreien Zone erklären wollte. Und lachsdichkaputt, fiel keinem so richtig auf.

Für dat Krümelken war die Frage wassollichhiereigentlich? immer noch nicht so richtig beantwortet, aber vielleicht muss er mal seinen Menschen fragen. Kann sein, dass der das weiß; so’n Mensch ist ja nicht grundsätzlich dumm, der denkt nur anders.
Egal, dat Krümelken war müde. Es ging dann über Stöpseltown, wieder Richtung Heimat. Ohne Brücke, dafür voll im Dunklen. Gab also nix zu sehen und der Teckel an sich knackt dann schon mal gerne ne Runde wech.

zurück