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Tollwut

HCC

Staupe

Leptospirose

Parvovirose

Zwingerhusten

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Tollwut  Rabies

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Das Tollwutvirus befindet sich im Speichel infizierter Säugetiere und Vögel. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Biss, kann aber auch durch Wundinfektion erfolgen.

Die Inkubationszeit dauert in Abhängigkeit von der Bissstelle wenige Wochen bis mehrere Monate. Das Tollwutvirus schädigt das Zentrale Nervensystem.

Der - immer tödliche - Verlauf der Tollwut findet in drei Phasen statt:
Prodromalphase (Verhaltensänderungen, z.B. plötzliche Scheu)
Exzitationsphase (Erregungszustände, Aggressivität)
Paralysephase    (Gleichgewichtsstörungen, Krämpfe, Lähmungen,
                           die zum Tod führen)

Eine sichere Diagnose ist am lebenden Tier nicht möglich, sondern nur am Gehirn des getöteten Tieres. Die Tollwut ist eine anzeigepflichtige Zoonose. Bei Verdacht auf Tollwut haben geimpfte Tiere eine rechtlich günstigere Stellung als nicht geimpfte, deren Tötung sofort angeordnet werden kann.
Eine postinfektionelle Impfung ist bei Tieren nicht zulässig. Für Menschen steht ein Impfstoff zur Verfügung, der bis zu 7 Tage nach der Infektion eingesetzt werden kann.


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HCC  Hepatitis contagiosa canis

Die ansteckende Leberentzündung ist eine fieberhafte Erkrankung von Hunden, Füchsen, Mardern, Frettchen und anderen Fleischfressern. Der Mensch ist nicht gefährdet

Das hochansteckende Virus wird durch direkten Kontakt übertragen. Es ist in sämtlichen Sekreten und Exkreten erkrankter Tiere enthalten. Infektionen durch indirekten Kontakt nach Einschleppung sind ebenfalls möglich (Schuhe, Kleidung, Freßnapf, Hände).
Hunde, die eine Infektion überstanden haben, scheiden oft noch monatelang Viren aus.

Die Inkubationszeit brträgt 6 - 9 Tage. Das erste Symptom ist häufig ein Fieberschub von 1 bis 2 Tagen, danach erholt der Hund sich u.U. rasch und hat keine weiteren Symptome. Tritt ein zweiter Fieberschub mit ernsten Symptomen auf, kann der Hund innerhalb von 24 Std. plötzlich kollabieren und sterben.

Typische Symptome sind Mattigkeit, Verweigerung der Nahrungsaufnahme, übermäßiger Durst, starke Bauchschmerzen und Augen- und Nasenausfluss. Abwehrschwache Hunde sterben häufig in dieser Phase. Bei abwehrstärkeren Hunden kommt es zu weiteren Symptomen wie Erbrechen und gelegentlich Durchfall, Mandelentzündung, Lymphknotenschwellung, Ödeme an Hals, Kopf und Unterbrust, Lungenentzündung und Störungen des ZNS. Die Leberschädigung beeinflusst die Blutgerinnung, so dass es zu erhöhter Blutungsneigung und Unterhautblutungen am Unterbauch kommt. Eine vorübergehende Hornhauttrübung ist oft zu beobachten.
Bei Überleben der Infektion besteht die Gefahr chronischer Hepatitis, Hornhauttrübung und Erblindung.


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Staupe

Das Staupevirus ist verwandt mit dem Masern- und Rinderpestvirus. Neben Hunden erkranken u.a. auch Fuchs, Waschbär, Wiesel, Frettchen, Nerz, Dachs, Marder, Otter und Robben an der Staupe. Eine Ansteckungsgefahr für den Menschen besteht nicht. Das Virus ist empfindlich gegenüber Hitze und Sonne und wird in der Umwelt schnell inaktiv. Es wird mit allen Sekreten und Exkreten ausgeschieden. Neben der Infektion auf oralem Weg ist auch die aerogene Aufnahme des Virus möglich.

Die Inkubationszeit beträgt ca. 1 Woche. Erste Symptome können Fieber, Augen- und Nasenausfluss, Mattigkeit oder Appetitlosigkeit sein.

Die Staupe kann in verschiedenen Formen auftreten:

Darmstaupe

Durchfall (wässrig/blutig), Erbrechen

Lungenstaupe

Husten, Atemnot, eitriger Nasenausfluss, Lungenentzündung

nervöse Form der Staupe

Schädigungen am Gehirn, psychische Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungrn, Lähmungen, Krampfanfälle. Die nervöse Form endet immer tödlich.

Zusätzliche können Hautrötungen, Pustelbildung Bauch, Schenkel, Ohren), Veränderungen an den Pfoten und dem Nasenspiegel als Hautsymptomatik auftreten. Desweiteren können sich Lichtscheue, Augenentzündungen und Blindheit ausbilden.

Tiere, die überleben haben häufig Zahnschmelzdefekte (“Staupegebiss”), spröde rissige Pfoten, sie zeigen oft Verhaltensstörungen und leiden unter Sehstörungen.


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Leptospirose

Die Leptospirose, auch bekannt unter der Bezeichnung Weil’sche Krankheit und Stuttgarter Hundeseuche, wird durch Bakterien übertragen. Eine Ansteckungsgefahr besteht auch für den Menschen. Die Bakterien setzen sich in den Nieren fest und werden mit dem Harn, u.U. noch lange nach dem Abklingen der Symptome, ausgeschieden. Im Wasser können die Leptospiren wochenlang überleben, so dass von Pfützen, Bächen oder Seen, die z.B. durch Hunde-, Rinder- oder Nagerurin kontaminiert wurden, eine Gefahr ausgehen kann, wenn Hunde daraus trinken. Die Infektion erfolgt über Hautabschürfungen, Schleimhäute des Ösophagus und Nasenpharynx oder das Auge als Eintrittsstelle.

Nach einer Inkubationszeit von durchschnittlich 10-12 Tagen (3-30) können als erste Symptome abnorme Müdigkeit, Schwäche und schwankender Gang auftreten. Fieber, Nahrungsverweigerung und häufiger Harnabsatz folgen. Teilweise kommt es auch zu Erbrechen und Durchfall.
Seltener ist mit Störungen des ZNS (Kreislaufprobleme, Sehstörungen, Atemnot) zu rechnen. Die Schädigung von Nieren und Leber führt zu Versagen der Organe und zum Tod
.

Da es sich um eine bakterielle Infektion handelt, kann eine Behandlung mit einem Antibiotikum erfolgreich sein. Der Erfolg hängt von vom Schweregrad der Nieren- und Leberschädigung ab.

Auch wenn der Hund gegen Leptospirose geimpft ist, kann es zu einer Erkrankung kommen, da der Impfstoff den Hund nur gegen wenige Bakterienstämme immunisiert. Bei entsprechender Symptomatik empfiehlt es sich, eine Untersuchung auf Infektion mit Leptospiren vorzunehmen.


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Parvovirose

Die Parvovirose ist eine hochgradig ansteckende Viruserkrankung. Die Erreger werden über lange Zeit von erkrankten Tieren mit dem Kot ausgeschieden und sind bis zu mehreren Jahren infektiös. Neben der Ansteckung durch direkten Kontakt des Hundes mit infizierten Hunden oder deren Kot sind auch Schuhe, Kleidung oder verunreinigtes Futter mögliche Ansteckungsquellen

Die Parvovirose tritt in zwei unterschiedlichen Formen auf: Die myokarditische Form (Herzmuskelentzündung), die bei Welpen und jungen Hunden auftritt, und die enteritische Form (Darmwandentzündung). Die Erkrankung an Herzmuskelentzündung ist relativ selten, da i.d.R. eine hinreichende Immunisierung der Welpen durch die Mutterhündin gewährleistet ist.
Bei der Darmwandentzündung zeigen die erkrankten Hunden ein reduziertes Allgemeinbefinden, starke Mattigkeit, Fieber, Erbrechen und Durchfall. Durch die Zerstörung der Darmschleimhaut kommt es zu blutigen Durchfällen. Bakterien und Giftstoffe, die in die Blutbahn gelangen, können Blutvergiftungen hervorrufen. Hohe Wasser- und Elektrolytverluste führen schließlich zu einem Gewichtsverlust von bis zu 15% (“Austrocknung”) und zum Tod.


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Zwingerhusten

Haupterreger des Zwingerhustens ist das Canine Parainfluenzavirus. Durch die von ihm hervorgerufene Zerstörung der Schleimhäute wird eine Sekundärinfektion mit Bakterien vorbereitet.
Eine Übertragung der Erreger geschieht in der Regel durch Tröpfcheninfektion, die Krankheit kann aber auch durch ungünstige Umweltfaktoren (hohe/niedrige Temperaturen, Luftfeuchtigkeit, Stress...) ausgelöst werden. Durch eine große Ansammlung von Tieren (z.B. Ausstellungen, Hundeplatz, Tierpensionen) kann es schlagartig zu großer Verbreitung der Infektion kommen.

Die Symptome sind unterschiedlich und hängen stark vom Allgemeinzustand und auch Alter des Hundes ab: Husten mit leichten Störungen des Allgemeinbefindens bis hin zu quälenden Hustenanfällen, Kehlkopfentzündungen und schwerer Lungenentzündung.

Die Infektion verläuft in der Regel nicht tödlich, aber es ist mit einem langwierigen Heilungsprozeß zu rechnen.

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